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Das Blücher-Denkmal zu Kaub

Abweichend vom symbolhaften, zivilen Zuschnitt aller anderen Blücher-Denkmäler, zeigt das Kauber Denkmal den Feldmarschall bis ins Detail historisch echt, in seiner üblichen Felduniform während der Freiheitskriege 1813 - 1815, und zwar in notgedrungen herrschender, befehlsgewohnter Weise auf die Übergangsstelle weisend.

Am 18. Juni, dem Jahrestag der denkwürdigen Schlacht von Waterloo, wurde im Jahre 1894 das Blücher-Denkmal am Kauber Rheinufer feierlich enthüllt. Hier war es bekanntlich, wo Blücher in der Neujahrsnacht 1813/14 seinen berühmten Rheinübergang begann.

Die Gestalt Blüchers erhebt sich, vier Meter hoch, in Bronzeguss ausgeführt, auf einem gleich hohen, einfachen Granitsockel, auf dessen Vorderseite sich, außer dem eisernen Kreuz, lediglich der Name Blücher eingemeißelt befindet.

Der Entwurf stammt von dem bekannten Berliner Bildhauer Professor Friedrich Schaper, den Bronzeguss besorgte die Gladenbecksche Gießerei zu Berlin-Friedrichshagen.

Das Ganze macht einen einfachen überaus würdigen Eindruck, und es drängt sich der Gedanke auf, dass Blücher sagt:

"Hier und nirgends anderswo geht die Masse meiner Schlesischen Armee über den Rhein, damit ich Napoleon im eigenen Lande weiterverfolgen kann!"

Blüchers Rheinübergang bei Kaub war die Krönung des Sieges- und Schicksalsjahrs 1813, in dem Napoleon in erster Linie dank der Schlesischen Armee unter Blücher Deutschland für immer verlassen musste, das linksrheinische Gebiet wieder deutsch wurde und der Weg nach Frankreich zur weiteren Verfolgung der französischen Truppen freigekämpft werden konnte. Das ist die historische Bedeutung dieses Blücherschen Rheinübergangs, ein zwar kleines, aber ganz bedeutsames Stück russisch-preußisch europäischer Militärgeschichte, an das uns nun seit über 100 Jahren Blüchers Denkmal erinnert.

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